Barcamp Offenburg: »Randgruppen Bewegtbild.« Videohosting, Broadcasting, Mobile.

Am letzten Wochenende fand das Barcamp Offenburg statt, einen allgemeinen Bericht gibt es im anderen Weblog.

Eine der interessantesten Sessions hielt »dotdean« Florian unter dem Titel »Randgruppen Bewegtbild«, es wurde ein großartiger Überblick über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen »Video und das Web« gegeben.

Bild: vimeo.com

Als »das heißeste Ding« derzeit wurde Vimeo gepriesen, wegen der sowohl technischen (HD!) als auch inhaltlichen Qualität der dort hochgeladenen Inhalte. Außerdem gäbe es gute Filterfunktionen für die Videos der Kontakte, und man könne seine »liked videos« in einen eigenen RSS-Feed exportieren. Außerdem sei Vimeo ein Vorbild für die Kommunikation eines Anbieters im Web mit der »Community«.

Ebenfalls empfehlenswert sei Viddler, das mit seiner »Im-Video-kommentieren-Funktion" ein Alleinstellungsmerkmal habe. Dieses Feature kann man z.B. bei diesem Video in Aktion sehen.

Und nicht zu vergessen: Hobnox, bekannt von den vorzüglichen Videoübertragungen bei der re:publica.

Bild: mogulus.com

Ein anderes heißes Thema: Liveübertragungen im Web, Stichwort »Mogulieren«, also Liveübertragungen vom eigenen Rechner an die Gemeinde im Web, »heiße« Anbieter sind:

  • live.yahoo.com, mit Chat- und Videokonferenzmöglichkeit während der Sendung.
  • ustream.tv
  • mogulus bildet ein Produktionsstudio in Flash ab, und hat bereits ein eigenes Verb. ;)

Weitere zu beobachtende Anbieter:

Bild: seesmic.com

Auch ganz heiß: »Mobile Streaming« mit dem Mobiltelefon:

  • seesmic.com, eine Art »Twittern mit Video kombiniert«, derzeit noch in »Closed Alpha«.
  • kyte.tv, Handyvideos mit einem direktem »backchannel«.
  • qik.com, ebenso

Und zum Abschluss gab es noch »Guck-Empfehlungen« für Web-Videoshows, die mit solchen oder ähnlichen Produktionsmitteln erstellt werden:

Ein großes »Danke« für diese Präsentation, immer schön wenn man so gemütlich sitzend einen knackigen Überblick über die Szene geboten bekommt. Wie man sieht: Barcamps lohnen sich, natürlich nicht nur deshalb.

Eine »verbose« Variante dieses Vortrags gibt es heute bei zeit.de zu lesen: »Das Handy als Live-Kamera«.

Tags: video barcampoffenburg bcog


Virale Kampagnen: Blogger funktionieren einfach

Das es einfach ist, den gemeinen Blogger an sich für seine wie auch immer gearteten Zwecke zu instrumentalisieren, sollte jedem klar sein, der sich die Realität so genannter »viraler Kampagnen« angeschaut hat. Dass es aber reicht, ein Päckchen an Blogger zu versenden, die sich ob dieser scheinbaren »Wertschätzung« ihrer Online-Persona gleich hinsetzen und drüber bloggen (die Liste), hätte selbst ich als von der Natur des Menschen relativ desillusionierter Beobachter nicht gedacht. Kolleginnen und Kollegen, Ihr funktioniert auf Knopfdruck und macht die Blogosphäre zu einem Paradies der so genannten »Marketing-Strategen«. Glückwunsch dazu.

[Update] Man lese auch diesen Artikel in der Blogbar dazu.

Tags: weblogs virales


Die Informationsernte XI

Wieder ein brilliantes Stück gegen den Strom von 37 Signals: »Are you sure you want to be in San Francisco?«

Heute ist Earthday und treibt seltsame Blüten: »15 of the Best Green Search Engines«.

Der beliebte Tumblelog-Dienst tumblr kommt lt. Webware demnächst mit »Pro-Accounts«, ebd. können Neugierige einige Bildschirmschüsse bewundern.

»Luminotes« ist ein »personal wiki notebook«, entweder kostenpflichtig beim Anbieter oder frei selbst gehostet möglich. Linux.com hat drüber geschrieben.

Compfight ist eine flickr-Suche, die flotter funktioniert als die beim Original.

Und natürlich wieder – na was wohl – Twitter. Keine Ahnung warum, aber gerade ist wohl das Klima für wortreiche Betrachtungen über Anwendung und Auswirkung unseres Lieblings-Web-2-Dingens besonders fruchtbar. Werbebelogger und Blogpiloten referieren Grundsätzliches, Spreeblick und Web Worker Daily haben neue »Tools«. Nate Ritter hat sehr spezielle Anwendungsfälle, und »The Ultimate List of Moms on Twitter« soll auch nicht fehlen. Und die Blogbar hat eine Zukunftsvision über den Lauf der Dinge in Sachen Twitter.

Und wer von diesen ganzen Dingen schon derartig gestört ist, dass er ohne selbstverordnete Zwangsmassnahmen gegen das Web nichts mehr gebacken bekommt, für den gibt es »Freedom«

Tags: web2.0 twitter flickr


Twitter nun mit Werbung. In Japan.

Screenshot: Twitter auf japanisch

An den jüngsten Gerüchten über die Einführung von Werbung in Twitter ist wohl doch mehr dran, als man zunächst zugeben wollte: Die japanische Ausgabe ist zum Start mit Werbung versehen worden. Joi Ito, dessen Firma Digital Garage an der japanischen Lokalisierung beteiligt war, sagte webware:

»Ads are important. It’s always harder to add ads later. So we’re launching with them in Japan. [..] The idea is to get companies to have Twitter feeds.«

Die Links unter der Werbung sollen die Klicker zum Twitter-Feed des Werbenden führen. Wenn das der Weg der Twitter-Werbung werden sollte, wäre es harmloser als das, was man sich sonst so vorstellen könnte, wie z.B. wildes »Getwitter« von Anzeigen in unseren Twittereien.

Tags: twitter socialsoftware web2.0


Facebook machts möglich: Endlich ein Star in der Werbung!

Ja, dieses zweinullige Web! Man landet als unfreiwilliger Star in der Facebook-Werbung. Gar nicht schlecht, werben Sie ruhig mit meinem guten Namen…

Als nächstes werden wir bestimmt Facebook-Werbung mit »Räkel-Fotos« aus dem eingestellten Fundus etwas naiver junger weiblicher Facebook-Mitglieder sehen. Schnöde Textlinks können ja nicht der Werbeweisheit letzter Schluss sein. Wir brauchen schließlich Aufmerksamkeit, von russischen Download-Seiten lernen heisst siegen lernen…

Den passendsten und endgültigen Kommentar zu dieser unsäglichen Geschichte hat Herr Klein ge-twitter-t:

»An alle: Es ist nicht peinlich, in der Facebook-Werbung genannt zu werden, es ist peinlich, FB-Mitglied zu sein. Sagt ein FB-Mitglied. So.«

Update: Johnny plant inzwischen rechtliche Schritte und andere Seltsamkeiten in diesem Fall hat er noch verlinkt.

Tags: facebook socialnetworks web2.0


Die Informationsernte X

myOpenID kann man nun auch mit einer eigenen Domain nutzen. Das ist gut. Warum? Wenn man eines OpenID-Providers überdrüssig wird, kann man ihn so wechseln, ohne die schon verbreitete Domain ändern zu müssen.

»Normale« Menschen haben gar keine Zeit für Social-Media-Gedöns, sagt ReadWriteWeb. Und im »Museum 2.0« widmet man sich der Frage, wieviel Zeit denn man dafür eigentlich braucht. Damit dann anschließend leichter festlegen kann, welche Zeit man nicht hat. Denn um zu wissen, dass man keine Zeit hat, muss man ja erst einmal wissen, wieviel Zeit man braucht…

Telepolis problematisiert wunderhübsch über »Lifestreams«:

»Mit der Authentizität der Lifestreams vergegenwärtigt sich die Person bei anderen und bildet so eine verteilte Präsenz aus: Man wird von verschieden Menschen an verschieden Orten wahrgenommen und tritt mit diesen wiederum in Kontakt. Es ist ein volatiler Kommunikationsraum einer völlig neuen Art entstanden.«

Und wer den »volatilen Kommunikationsraum« nicht selbst beackern will, heuert einen »Ghostblogger« an. Das wäre doch auch ein Geschäftsmodell für den deutschsprachigen Raum?

Dann gibt es noch eine haarsträubende Twitter-Räuberpistole. Überhaupt, natürlich wieder Twitter, Twitter und Twitter. Und eine Liste mit twitternden Unternehmen. Was wohl ein Wert an sich ist, nicht die Liste, sondern twitternde Unternehmen. Sonst würde es nicht so hervorgehoben. Einige auf der Liste sind mir eher als »Twitter-Spammer« aufgefallen, die Grenze ist da wohl schmal…

Tags: openid twitter web2.0


Das Qualitätsproblem des Bloggens

»Mac Rumors« kam mit einer Meldung über einen Anbieter, der angeblich für 400$ einen »Eigenbau-Mac« verkaufen möchte. Und dann haben sie sich alle alle alle draufgestürzt und die Geschichte samt Herstellername und -link weiter gebloggt, offensichtlich vom ewigen Wunschtraum nach dem Billig-Mac beseelt (und dabei verkennend, dass das Nutzer-Erlebnis »Mac« keine Sache des Betriebssystem ist, sondern ein Gesamtpaket aus Soft- und Hardware, aber das nur nebenbei).

Nun kommt aber nach und nach der etwas zweifelhafte Charakter des »Anbieters« und des »Produkts« (sofern es eines gibt) heraus (siehe auch Guardian-Technology-Blog). Und alle, die das als »brandheiße Info« gebloggt haben, stehen ziemlich dumm da. Es sieht so aus, als wäre die so oft gepriesene »schnelle Verbreitungskette« der Webloggerei ziemlich anfällig für interessengesteuerte Nachrichtenverbreitung und die »Hack-Mac«-Story nur ein erfolgreicher PR-Stunt für was auch immer. Im Bestreben, alles nur »schnell schnell schnell« raus zu hauen, gibt es kein Halten mehr. Kaum einer wartet mal ab – gerade bei solchen merkwürdigen Geschichten, wo jeder klar denkende Mensch erst einmal »hm hm hm« sagend den Kopf wiegt – wie sich die Geschichte entwickelt und welche weiteren Quellen sich auftun. Als wäre »Geschwindigkeit« eine Tugend…

Kollegen, die Ihr diese Story gebloggt habt: Ihr habt gut funktioniert.

Man darf gespannt sein, wann jemand Herdentrieb und Geschwindigkeitswahn der Bloggerei mal so richtig ausnutzt.

Tags: weblogs mac


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