elements - Mysteriöses Dinge-Sammeln

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Ein mysteriös wirkendes neues 2.0-Ding ist »elements«. Das ist eine Mischung aus Twitter und tumblr. Man veröffentlicht dort inspirative Dinge wie Bilder, Zitate usw., die man »liken« oder in seinem eigenen Stream der inspirativen Dinge »casten« kann. »Social Times« hat ein Interview mit dem elements-Entwickler Hideshi Hamaguchi, Auszüge daraus:

»Elements is a toy for inspiration. It will aid in the first phase of concept building – the moment of inspiration. Elements offers you the room to be inspired without reservation, without limits, and without distractions. You will see a box and 4 big buttons.«

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»However, the elements you’ll view are not all random. Every action you take will factor into an algorithm that will customize the elements you’ll see. The more actions you take and the more followers/followees you have, the deeper your personal element customization will get.«

Klingt geheimnisvoll und wirkt in seinem schwarzen Minimalismus ebenso. Aber zum Ausprobieren braucht man wohl erst mal ein paar Follower. Wer es auch ausprobieren mag, kann ja mal bei meinem Testuser vorbeischauen und »followen«.

[Via Social Times]

Tags: elements tumbleblog


Die Informationsernte XIV

Die Lage ist ernst, denn was musste ich heute hören (ich zitiere, Urheber der Redaktion bekannt):

»Früher hat man immer erst mal eine Mailingliste oder ein Wiki aufgesetzt, heute macht man erst mal ’nen Twitter-Account…«

CNETs Webware führt Buch über die Entlassungswelle in der amerikanische Web-Industrie. Dort gibt es eine eigene Seite nur zum Thema.

Auch noch zu diesem Thema: »Another Great Depression« bei Wired: »I want to experience the Awesome Depression: classic destitution with a whole new interface.«

»Lifestreaming« wird dieses Jahr endgültig das richtig große Ding, sagen die Schlauen. Schadet also nichts, mit »2009 Resolution: Aligning Your Lifestreams« und »Retooling Your Lifestreaming Services and Workflow« darüber gleich mal ordentlich zu problematisieren.

Apropos »sagen die Schlauen«: Bei t3n gibt es einen großen Ausblick auf die Entwicklungen des Jahres 2009 in Sachen Web, von den Schlauen.

Und der Premierminister von Kasachstan ordnet für alle seine Minister das Bloggen an. Frau Merkel… ?

Tags: depression lifestreaming


Die Revolution des politischen Diskurses...

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… in Deutschland fand genau heute statt, als Auktions-Blogger Robert alias robgreen den twitternden SPD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Hessen Torsten Schäfer-Gümbel alias @tsghessen via Twitter interviewte. Für die Nachwelt habe ich dieses denkwürdige Ereignis als Bild festgehalten.

Und was machen wir nun mit diesem ersten Niederschlag der hereinbrechenden Obamafizierung deutscher Wahlkämpfe? Das war sicher keine Offenbarung, die das Wahlvolk voller Erkenntnis »Heureka!« riefen ließ. Andererseits unterschied es sich nicht sonderlich in Niveau und Wortumfang von dem, was so manche Lokal- oder Boulevardzeitung oder gar ein Privatsender als »politisches Interview« raus haut.

Freuen dürfen wir uns auf alle Fälle, dass das Leben im Web nun erstmals von einem Politiker auf höherer als nur kommunaler Ebene als ebenso legitimer Teil der Lebenswirklichkeit wie Marktplätze und Altersheime wahr genommen wird. Das ist vielleicht der wahrhaft »zeitenwendlerische« Aspekt an dieser Geschichte.

Tags: tsg wahlkampf twitter


Twitter und Identica. Zwei Thesen zum Microblogging.

In Hamburg gibt es ab dem 23. Januar die (IMHO schon ausverkaufte) erste Konferenz zum Thema »Microblogging«.

Als »Microblogging« bezeichnet man das, was man normalerweise in Twitter macht, also das Heraushauen von Botschaften in 140 Zeichen an eine mehr oder weniger aufmerksam lauschende Schar von »Followern« da draußen im Netz.
Im letzten Sommer, als Twitter eine besonders ausufernde »Performance-Krise« erlitt, erlangte ein in PHP zusammengeknüppelter Twitter-Klon namens »Identi.ca« eine gewisse Popularität. Das besondere daran: Theoretisch kann sich jeder die Software installieren und seinen eigenen Server betreiben, aber trotzdem mit Benutzern auf anderen Servern kommunizieren. Das musste ich natürlich damals ausprobieren, es funktionierte zu der Zeit vieles mehr theoretisch und die Software konnte mich in ihrer handwerklichen Ausführung nicht überzeugen.
Seitdem hat sich aber einiges getan, eine Handvoll Entwickler versuchen sich daran, eine dezentrale quelloffene Alternative zu Twitter zu schaffen. »Popularitätsmäßig« kommt aber die Gesamtheit der damit geschaffenen Twitter-Klone nicht richtig in Gang. Auffallend ist, dass sich dort einige schon jahrelang in der Blogossphäre als Nervtöter bekannte Persönlichkeiten samt der Claque aus ihrer Kommentarspalte häuslich eingerichtet haben und rege Microbloggen, ansonsten aber großes Schweigen unter »vernetzten Karteileichen-Accounts« herrscht.

IMHO liegt das an zwei Dingen, meine zwei »Thesen« dazu:

1. Microbloggen (»Twittern«) ist unwichtig.

Klar, ich twittere gerne und mag es, es würde mir fehlen, wenn es plötzlich weg wäre. Aber im Gegensatz z.B. zu einem Dienst wie flickr, der mit unseren getaggten Bildern »Assets« unserer digitalen Existenz aufbewahrt, die bleibenden Wert haben, hat der einzelne »Tweet« keinen Wert. Wenn die Datenbanken morgen abrauchen würden, wäre es zwar schade um das viele Getippe, aber im Grunde gibt es keinen Grund, alles Getwitterte ewig aufzubewahren. Wir zeichnen ja auch nicht alles auf Band auf, was wir beim geselligen Beisammensein in einer Kneipe so in den Raum werfen. Twitter ist vernetzte »Raushauen, lesen und weg damit«-Kommunikation.

2. Twitter ist nur ein Webservice. Verschwindet Twitter, wird es Ersatz geben.

Die Erfolgsgeschichte von Twitter zeigt: Es gibt ein Bedürfnis dafür, fast jeder, der einmal mit dem Twittern anfängt, bleibt dabei und findet Gefallen daran. Das bedeutet: Selbst wenn Twitter morgen »einfach so« verschwinden würde, würde ein anderer Webservice in die Bresche springen und es gäbe nach einiger Zeit einen allgemein akzeptierten Ersatz, wo sich die Netzstrukturen wieder aufbauen würden.

Aus diesen beiden mal so locker in den Raum geworfenen Thesen folgt für mich: Die Mühe, sich ein PHP-Gefrickel zu schnappen, um eine freie Alternative zu Twitter zu schaffen, lohnt nicht. Außer man macht das, weil es Spaß macht und weil es geht, sowas ist Selbstzweck und fragt nicht nach Sinn und Notwendigkeit. Aber eine objektive Notwendigkeit dafür kann ich nicht erkennen.
Da gäbe es lohnendere Dinge. Wo bleibt ein dezentrales flickr z.B., um vernetzt Bilder zu speichern etc., ohne den latenten Unsicherheitsfaktor, den ein zentraler Dienst nun mal mitbringt?

Tags: twitter identica microblogging


Apple dominiert das mobile Web

Gemäß den (wie immer bei solchen Erhebungen aus Werbenetzwerken) mit Vorsicht zu genießenden Zahlen eines amerikanischen Anbieters für Werbung auf mobilen Websites ist das »Mobile Web« mit 10% iPhone-Marktanteil für Einzelgeräte und fast 5% für den iPod Touch fest in Apple-Hand. Und das iPhone produziert 48% des Traffics in jenem Werbenetzwerk, mehr als RIM (19%), Palm (9%), and Windows Mobile (15%) zusammen.

Als jemand, der lange Symbian-Geräte erleiden musste und kürzlich mit einem iPhone davon erlöst wurde, wundert mich das nicht. Apple mischt die Mobiltelefon-Hersteller auf wie vorher jene von tragbaren Musik-Abspielgeräten. Auch wenn Marketing und »Coolness-Faktoren« bei der Verbreitung solcher Geräte stets eine bedeutende Rolle spielen – das iPhone ist »bedienungsmäßig« so haushoch über den vorher verfügbaren Geräten angesiedelt, dass da garantiert noch mehr »Dominanz« kommen wird. An die Besetzung der Rolle des »iPhone-Killers« durch Android-Geräte oder gar das rundliche Palm-Plagiat glaube ich noch nicht.

Tags: iphone mobileweb


Die Geschichte des Internets


History of the Internet from PICOL on Vimeo.

Zweisprech wünscht einen erfoglreichen Start in das Jahr 2009!

Bevor wir uns nach der Jahresendfestivitätsträgheit wieder aufraffen und frisch ans Werk gehen, schauen wir noch ein wenig Video: »History Of The Internet«, ein putziges Filmchen von "Melih Bilgil ":http://www.lonja.de/motion/mo_history_internet.html. Sehenswert, auch wenn darin der alte Mythos vom Internet und dem Atomkrieg eine fröhliche Auferstehung feiert.

[Via Netzpolitik]

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Snipt - soziale Code-Ablage

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Snipt »is your collection of frequently used commands or code snippets.«. Ansprechend und nützlich. Oder hat die verehrte Zielgruppe stets alle Möglichkeiten des nützlichen Kommandozeilenwerkzeugs »find« parat? Eben. ;)

Tags: socialsoftware technik dev


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