Entscheidungshilfe

Wenn wir WebWorker in einer Disziplin gut sind, dann ist das die Prokrastination. Spannende Sachen sind nur ein Browser-Tab entfernt. Um das auf eine solidere Basis zu stellen, gibt es The Procrastination Flowchart:

(Via swissmiss)

Tags: prokrastination gtd


Twitter-Spielzeuge

Websites mit »Web-2.0-Touch« werden pro Tag viele ins Netz gestellt. Wenige schreien nicht gleich »Her mit Deinen Daten, wir brauchen Geld«, sondern geben sich Daten-genügsam, erfüllen genau einen Zweck perfekt, hinterlassen einen bleibenden Eindruck und werden derartig Teil des eigenen digitalen Lebens, dass man sich fragt: »Was habe ich bloß vorher ohne das gemacht?«

Twitter ist so eine. Twitter gibt dem einsamen Laptop-Arbeiter die Atmosphäre des informellen Geschnatters eines typischen Großraumbüros, bettet ihn ein in eine »Ambient Intimacy« (ein unübersetzbarer Ausdruck: »fließende Vertrautheit«, »umgebende Intimität«?).

Twitter regt die Fantasie der Mashup-Bastler an, die Listenblogger von »Flowing Data« haben »17 Ways to Visualize the Twitter Universe« zusammengestellt (via Twitter Blog).

Mein persönlicher Favorit ist der »Twitter Friend Network Browser«:

Wunderschön, wie man immer neue Kontakte anklicken und mit der Maus herum ziehen kann. Nutzwert eher eingeschränkt, aber Spielfaktor dafür enorm hoch.

Die rätselhafteste Anwendung ist tweetpad:

Es kommt heute nicht mehr oft vor, dass ich vor einem Programm sitze und mich frage, was ich denn nun damit machen soll. Es erscheint die Public-Timeline, und je voller es wird, desto mehr verändern sich die Kurven am unteren Bildrand. Warum und zu welchem Zweck – keine Ahnung. Aber in seiner ganzen »Fullscreen-Pracht« eignet sich tweetpad auf jeden Fall dafür, passiv dem Vergehen der Zeit zu folgen. Und das ist ja schließlich auch etwas.

Tags: twitter mashup web2.0


Die Informationsernte I

»Die Informationsernte« wirft einen (vielleicht) täglichen kurzen Blick auf frische bemerkenswerte Fakten und Dinge aus der weiten Welt des Webs mit Bezug zur großen glorreichen 2. Und damit auch gleich zur Erstausgabe!

Loic Le Meur behauptet in Techcrunch: Internet-Start-Ups sollen nicht »lokal« denken, sondern »global« agieren. Darum soll man als dynamischer »Web-Entrepreneur« auch gleich mal umziehen in eine Metropole wie London oder San Francisco. Raus aus dem lokalen Kontext!

Blabbr ist wie Twitter, aber man kann zu allem was gesagt wird per Knopf-Klick eine Meinung haben (via hackr).

Bicyclemark wirft einen Blick auf den Stand der Dinge in Sachen Online-Video, mit dem Schwerpunkt auf unabhängige Vlogger.

Die Yahoo-Microsoft-Übernahme-Sache köchelt derzeit wohl wenig schlagzeilenträchtig im Untergrund, darum ist Zeit für eine in meinen Augen sehr naive Sichtweise auf die positiven Auswirkungen für die Open-Source-Kultur bei Microsoft (haben die sowas?) durch frisches Blut von Yahoo bei O’Reillys OnLamp.

Und dann war da noch der Herzschrittmacher mit Funkschnittstelle…

Tags: web2.0 video yahoo startup


Auf der Suche nach der »Net Generation«

Meine Generation (die Endkohorten der deutschen Baby Boomer, an der Grenze zum Pillenknick ;)) erlebte die Entstehung der Computertechnologie von ihren schlichten Anfängen mit wohnzimmergroßen Anlagen und »Heimcomputer selbst löten« hin zu den heutigen »Wundern« wie internetfähige Computer im Telefonformat, ein ubiquitäres Netz und ganzheitlichem »Online sein« als kontinuierlichen Prozess mit. Die »jungen Leute« aber, die in den Internet-Zeiten aufwachsen und gerade in der Bildungs- und Konditionierungs-Maschinerie unserer Gesellschaft stecken, auch mal griffig »Generation Y« genannt, sehen das Internet als ebenso normal an wie fließendes Wasser oder asphaltierte Straßen. Die Frage ist, ob sie diese schlichte Tatsache irgendwie »anders« macht. Soziologen fragen sich: »Gibt es eine Net Generation?«

Prof. Rolf Schulmeister von der Uni Hamburg sucht die »Net Generation« nun wissenschaftlich, und stellt seine Erkenntnisse erfreulicherweise als PDF-Dokument zur Verfügung (via education & media). Zwei Zitate daraus:

»Die Selbstverständlichkeit und Allgegenwärtigkeit des Internet ist für diejenigen, die sie seit Geburt vor?nden, so banal, dass Fragen danach, ob Computer ihr Leben beein?usst haben, bei Jugendlichen auf keine Resonanz stoßen.«

Und:

»Die Tatsache, dass heute andere Medien genutzt werden als in
früheren Zeiten rechtfertigt es nicht, eine ganze Generation als andersartig zu mysti?zieren.«

Das Werk wird vom Autor als »Work in progress« bezeichnet, bei Interesse am Thema lohnt es sich also, es ab und an zu aktualisieren.

Tags: web2.0 bildung


Hier ist zweisprech.de!

Der erste Artikel in einem großen leeren Blog, das auf großartige Inhalte wartet, ist der schwierigste! Darum fassen wir uns kurz: Hier ist zweisprech.de. Zweisprech ist Sprechen über das Web Zwei. Eigentlich eher Schreiben. Aber Zweischreib klingt ein wenig komisch.

Natürlich soll »Zweisprech« auch ein wenig an das Orwellsche »Doppelsprech« mahnen, dass die Wortakrobaten aus Politik und Wirtschaft so meisterhaft beherrschen, und für das es auch und vor allem in den Pressemeldungen der Web-Start-Ups stets neue schillernde Beispiele gibt.

Zweisprech soll ein Weblog über das Leben und Arbeiten im Web in diesen modernen »zweinulligen« Zeiten sein. Ein weiteres. Aber zwischen den Abladestationen für Pressemeldungen des »kleinen Start-Ups von nebenan«, den unkritischen Fans »aller Dinge aus dem Web« und den Apologeten im kommerziellen Eigeninteresse ist Platz für einen zwar wohlwollenden, aber durchaus kritischen Blick auf das »Web 2.0«-Geschehen:

Kann man wirklich im Web arbeiten? Brauchen wir keine Desktop-Software mehr, weil Web-Dienste die damit zu lösenden Aufgaben übernehmen? Ist das zunehmende parallele und multiple Vernetzen im Kontext der »Social Networks« ein Fluch oder ein Segen? Hilft uns das?

Das sind nur einige Anhaltspunkte für die thematische Ausrichtung. Alles weitere ergibt sich sowieso im Laufe der Zeit, denn ein Weblog lebt mit seinen stetig wachsenden Inhalten. Man muss aber mal anfangen. Darum sei dieses neue Weblog nun feierlich eröffnet: Hier ist zweisprech.de!

Und natürlich ist hier zunächst einmal alles »Beta«, aber das kennt man ja. Aus dem Web.

Tags: zweisprech weblog web2.0


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