Die Informatiornsernte IV

Charlene Li droht: »Social networks will be like air.« Überall vorhanden, wie die Atemluft. Die Frage wird dann sein, was mehr kontaminiert ist…

Die »Weisheit der Wenigen« beleuchtet »Insight Buzz«, Zitat:

»So Web 2.0 is not exactly a simple democracy with one vote/one voice, but with different levels influence coming from individual commitment to participation and creation, it doesn’t have to be the tyranny of the few either.«

Der Artikel zitiert auch eine wirklich hübsche Grafik, diesem Artikel entnommen, der wortreich ausführt, das Nichtpartizipation nur ein Mythos sei, es gehe vielmehr um bestimmte Stufen der Partizipation.

Gramlee ist »Outsourcing 2.0«, dort überprüfen echte Linguisten Ihre Texte auf korrekte Rechtschreibung, Ausdruck und Grammatik. Leider nur auf Englisch. Auch ein Geschäftsmodell für unsere Breiten?

Und wer gar nicht genug vom Problematisieren und Visualisieren in Sachen »Twitter« bekommen kann, möge bei Twittes vorbei schauen. Twittes kann man auch in Twitter »followen«, das war mir aber schon nach wenigen Stunden zu viel des Guten…

Tags: web2.0 twitter socialnetworks


Xing will jetzt Twitter sein: Der Kuchen ist verteilt, Krümel werden knapp

Und wo wir gerade beim Thema »ein Werkzeug für einen Zweck« waren: Xing hat sich nun ein Status-Verkündungs-Feature à la Twitter eingebaut, aber nur für Premium-Mitglieder. ;)

Ist das eine gute Idee? Xing ist der einzige »Social-Network«-Dienst, der auch von wenig »Web-Zwei-affinen« Business-Menschen genutzt wird. Wie einer meiner Ex-Chefs, der, wenn er eine Website aufruft, den Namen immer erst in Google eingibt und dann drauf klickt. Und der soll nun Status-Updates innerhalb von Xing »twittern«?

Und die hippen Zwei-Nuller? Sollen die nun ihre Stati nacheinander in Twitter, Pownce, Jaiku, Plazes, Facebook, DingensZV und zusätzlich auch noch in Xing eintippen? Wie viele solcher Dienste mag man wohl gleichzeitig bedienen?

Seinen zweinulligen Dienst auf eine Kernfunktion hin auszurichten und diese perfekt zu erledigen, halte ich für erheblich aussichtsreicher als hektisch nach allen Trends zu grabschen und einen halbgaren Gemischtwarenladen zu schaffen.

Tags: xing socialnetworks web2.0 twitter


flickr bald mit Videos?

flickr, der in Deutschland seit der »Zensur-Affäre« mit einem etwas zweifelhaften Ruf ausgestattete Fotodienst im Besitz von Yahoo!, soll lt. TechCrunch demnächst auch Videos speichern und ver-web-zwei-nullen.

Braucht man das? Ich weiß noch nicht. Eher nicht. Ich mag lieber Dienste, die genau einen Zweck erfüllen, und genau den. Und das gut. Diese Tendenz, alles Mögliche »auch anzubieten«, damit Herr oder Frau Benutzer sich um Gottes Willen nicht woanders rumtreibt, erscheint mir ob der Größe des Angebots draußen im Web ein wenig weltfremd.

Ein Foto ist ein Foto ist ein Foto. Kein Video.

Tags: flickr video web2.0


Wochenendkino: Merlin Mann beim SXSW-Panel »Worst Website Ever«

Zum Wochenende wollen wir ein wenig Video schauen, und zwar Merlin Manns höchst unterhaltsame und mit bösen Spitzen in Richtung »Web-2.0-Vordenker« und Start-Ups gespickte Präsentation für das »Worst Website Ever«-Unpanel bei SXSW.

(Original-Seite, via swissmiss)

Tags: video sxsw web2.0 startup


Die Informationsernte III

Auch am Wochenende schläft die Webwelt nicht! ;)

Etwas für die Mac-Freunde: Mit Skitch kann man nun auch gleich twittern, dass man ein Bild hat. Skitch ist eine Mischung aus Bildbearbeitungsprogramm und Online-Bilder-Dienst für den Mac. Gerade Beta, versteht sich. ;-)

Kottke.org feiert 10-jähriges Jubiläum. Das ist nicht nur eines der ältesten Blogs überhaupt, sondern Jason Kottke war einer der ersten Weblog-Stars, deren Bloggen und Leben der »normalen« Presse Artikel wert war.

O’Reilly-Radar problematisiert in »Shelly Farnham on What Makes Facebook Apps Work«, ohne aber die richtigen Grundfragen zu stellen. Denn wer braucht ein proprietäres »Facebook Operating System« für das Web?

Das OS für das Web ist das Web. Oder höchstens Firefox! Webware besuchte den Mozilla-CEO John Lilly und liefert einen vorzüglichen und informativen Blick hinter die Kulissen von Firefox.

Und für langweilige Stunden endlich mal wieder eine Liste: »The Freelancer’s Toolset: 100 Web Apps for Everything You Will Possibly Need«.

Zum Abschluss ein Stück aus dem Grenzgebiet zum Boulevard: Webware zeichnet nach, wie die alten Medien Soziale Netzwerke in der New Yorker Story »Die käufliche Schöne und Herr Spitzer« im Leben von »Kristen« wühlen und die Dame verzweifelt versucht, rechtzeitig ihre Daten und Vernetzungen anzupassen. Ich weiß, nicht jeder von uns wird in diesem Geschäft arbeiten ;), aber die beste Strategie ist es, erst gar nicht Unmengen von offensichtlich interessanten Daten für einen zweifelhaften Nutzen in solche Systeme zu stecken. (Update) Siehe dazu auch den Artikel des FAZ-Feuilletons.

Tags: skitch facebook firefox weblogs


Bin ich schuld?

Man kennt das. Plötzlich geht Google nicht mehr, panisch twittert man herum: »Geht bei Euch Google auch nicht?« Muss nicht mehr sein, denn da hilft Down for everyone or just me?. Man fragt:

Und bekommt die Antwort:

Tags: technik


Die Informationsernte II

Freitag: »Ach Schadzii, du bist so tolliii! Das soziale Leben findet im Netz statt. Wie Jugendliche sich auf der Online-Plattform SchülerVZ inszenieren. Eine Feldforschung«

»What does it mean to follow? The digital footprint« Susan Mernit fabuliert über »Folgen« vs. »Lesen«. Wobei die Ursache des Ganzen wahrscheinlich mehr ein nachlässiger Sprachgebrauch in den Zeiten des Social-Network-Wahns ist…

»User-Generated-Content« ist »out«! Schreibt Newsweek in »Revenge Of The Experts«.

Und immer wenn man denkt, der vergessene Konsonant wäre nicht mehr so frchtbr originell, schlägt der nächste zu: Coordinatr. Immerhin, mal ein o vergessen statt des obligatorischen e

Aber am 19. Januar 2038 um 3:14 Uhr ist sowieso Schluss. Ein Hoch auf den 32-Bit Integer!

Tags: web2.0 socialnetworks socialsoftware


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